Ästhetik & Artikulation

Derzeit lektoriere ich den dritten Band zum Dialog der Wissenschaften. Gemeinsam mit Sandra Maria Geschke haben wir uns als Herausgeber für den Titel „Ästhetik & Artikulation“ entschieden. Auch der dritte Band wird beim Waxmann Verlag erscheinen. Dieses Mal kuratiert das Forum Gestaltung in Magdeburg den Band mit entsprechender Kunst. So werden inhaltliche Beiträge kombiniert mit entsprechender künstlerischer Reflexion auf Welt.

Wir konnten eine Reihe von Beiträgerinnen und Beitragenden gewinnen.

Rioting and disorderly behaviour as political media practice: Body postures on the streets of L.A. during the riots of 1992

Gemeinsam mit David Sittler habe ich einen Aufsatz für einen Konferenzband der Newcastle Critical Diskurse Group eingereicht. Den vorläufigen Abstract freue ich mich hier vorzustellen. Die Konferenz versammelte Forscher mit diskursanalytischer Methode zu urbanen Aufständen: „Discourses of Disorder: Representations of Riots, Strikes and Protests“.

Abstract

Analyzing stills from the live TV broadcast of one attack during the 1992 Los Angeles Riots, we argue that rioting always means to act bodily and at the same time to articulate yourself symbolically in public. Rioting addresses bystanders in situ as well as a wider political public present via diverse media. We understand the violent behaviour itself as a discursive media practice. It can only fully be captured, if one considers the language used to describe and interpret it, as well as the meaning contained in conventionalized bodily expressions such as poses and moves learned from sports and other fields of cultural performance in visual culture. By scrutinizing these para-discursive articulations of rioters, it can be better understood how and why they perform as they do. With the help of the model of a “moral economy” we show that rioters feel backed by a common sense made plausible by the improvised scenography of the riot and the collectively produced emotional drive. The violent improvisation is not completely free, but builds on the iconographic knowledge people bring into the setting from their cultural socialization into visual and media culture. We concentrate on examples of kneeling and triumphing postures. Conceptualizing actions as ordered by frames and visual repertoire, it becomes possible to integrate body movement into Critical Discourse Analysis.

Key Words

moral economy; body in discourse; discourse analysis; race riot; cultural studies

Jan Masschelein: Excellence or regard? Reclaiming the university as a site for collective public study

Wie kann Universität entlang der Kombination von Forschung und Lehre mit Muße organisiert werden? Welchen Modus benötigen wir, damit ein solches Seminar mit Forschern und Studierenden gemeinsam gelingen kann? Jan Masschelein erläutert für den 5. Dialog der Wissenschaften sein Konzept von Universität.

Die Idee der Muße von ihm habe ich bereits für den 2. Band vom Dialog der Wissenschaften übersetzt: Experimentum Scholae: Die Welt noch einmal …
aber (noch) unbestimmt.

Zu einem systematischen Verständnis aufgabenorientierter Wissenschaft

§1 Würdigung der Rezension

Herr Zöllner hat eine ausführliche Besprechung des von mir herausgegebenen Buches Aufgabenorientierte Wissenschaft auf seinem Blog geleistet [Rezension auf Erkenntnisethik]. Man merkt ihr an, dass er den Band noch einmal aufmerksam gelesen hat. Er hat sich dabei auch mit meiner Einleitung beschäftigt. Hier nimmt er ein anderes Verständnis des Bezugs von Bewusstsein und Welt an. Das hat Folgen für seine Grundkonzeption für transdisziplinäre Wissenschaft. Er strebt eine phänomenologische Orientierung an, die direkt an weltlichen Ansprüchen ausgerichtet ist. Dabei setzt er insbesondere den Bezug zu Plessners Konzept der Positionalität des Menschen, den er im gleichen Band ausführt.

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Zur Rolle der Kulturgeschichte im kulturwissenschaftlichen Diskurs

Angesichts der Hinwendung zur Praxeologie in der Histographie habe ich einen Vortrag über die Rolle der Kulturgeschichte im kulturwissenschaftlichen Diskurs gehalten. Gerade mit der Praxeologie verändert sich die Rolle der Geschichtswissenschaften im Gesamtdiskurs. Historische Beiträge werden konzeptionell bedeutender und emanzipieren sich von ihrer Zuliefererrolle.

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Insofern ergibt sich eine zweite Phase neuer Kulturwissenschaft im deutschen Sprachraum. Mit der Historischen Kulturwissenschaft/Neuen Kulturgeschichte ergibt sich eine Verantwortung gegenüber der Ausrichtung kulturgeschichtlicher Forschung, die sich am Umgang mit Praxen festmacht. Praktiken aus rein historischem Interesse objektiv zu historisieren führt dazu die Alltagsmacht und Alltagsherrschaft gleichermaßen unsichtbar zu belassen – so meine These.

Eine Übersicht zur Entwicklung des Diskurses zur Praxeologischen Kulturgeschichte

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Mein Kurztext zur Workshopvorbereitung in Köln (work in progress): Praxeologie_Historische-Kulturwissenschaft (PDF)