Magazin zu studentischen Exkursionen: Graffiti in Lissabon

Cultural Engineering Studierende haben im Anschluss an die Exkursion nach Lissabon im letzten Jahr ein Magazin mit ihren Forschungen vor Ort erstellt. Dabei sind sie in die Graffiti Szene eingestiegen und konnten eine Reihe informativer Interviews vor Ort führen. Im Magazin kommentieren sie die Interviews und geben einen visuellen Eindruck der Exkursion.

Modern Mural Magazine – Lotenheim (pdf)

Leider konnte ich im vergangenen Jahr bei der Exkursion selbst nicht Teilnehmen, freue mich aber, dass mein Seminarkonzept in der Adaption von meiner Elternzeitvertretung Theresa Franke so gut aufgegangen ist!

Ist der Hipster ein Spießer?

Robert Zwarg hat für den Tagesspiegel einen Artikel zum Hipster-Phänomen verfasst. Überschrieben ist er mit: »Hipster und Spießer – Irgendwo zwischen ewiger Jugend und Biedermeier«. Darin stellt er den Hipster in eine längere Diskurstradition. Eine solche Einordnung, gerade als mentale Haltungsfigur, fehlt bislang. Trotzdem fehlt mir im Artikel eine ausreichende Differenzierung von Diskurszuschreibungen und lebensweltlichen Phänomenen für die Bestimmung der Hipster-Haltung. Das versuche ich kurz aufzuzeigen.

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Gibt es eine kulturwissenschaftliche Wissenskultur?

Der Beitrag reflektiert – basierend auf der Analyse von ca. 60 Einführungen – den kulturwissenschaftlichen Diskurs hinsichtlich der Entstehung einer kulturwissenschaftlichen Wissenskultur. Dabei kann verdeutlicht werden, wie und wann auf ein übergreifendes Konzept von Kulturwissenschaft verwiesen wird. Dadurch etabliert sich eine – wenn auch lose – kulturwissenschaftliche Wissenskultur.

Die komplette inhaltliche Vorlage für den Vortrag ›Eine kulturwissenschaftliche Analyse kulturwissenschaftlicher Wissenskultur‹ und die Vortragsfolien können hier abgerufen werden.

Der Vortrag fand im Rahmen der Sektion Wissenskulturen der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft statt. Vielen Dank an Nina Kalwa für die Einladung und an die Sektionsmitglieder für die umfangreiche und intensive Diskussion.

Ästhetik & Artikulation

Derzeit lektoriere ich den dritten Band zum Dialog der Wissenschaften. Gemeinsam mit Sandra Maria Geschke haben wir uns als Herausgeber für den Titel „Ästhetik & Artikulation“ entschieden. Auch der dritte Band wird beim Waxmann Verlag erscheinen. Dieses Mal kuratiert das Forum Gestaltung in Magdeburg den Band mit entsprechender Kunst. So werden inhaltliche Beiträge kombiniert mit entsprechender künstlerischer Reflexion auf Welt.

Wir konnten eine Reihe von Beiträgerinnen und Beitragenden gewinnen.

Rioting and disorderly behaviour as political media practice: Body postures on the streets of L.A. during the riots of 1992

Gemeinsam mit David Sittler habe ich einen Aufsatz für einen Konferenzband der Newcastle Critical Diskurse Group eingereicht. Den vorläufigen Abstract freue ich mich hier vorzustellen. Die Konferenz versammelte Forscher mit diskursanalytischer Methode zu urbanen Aufständen: „Discourses of Disorder: Representations of Riots, Strikes and Protests“.

Abstract

Analyzing stills from the live TV broadcast of one attack during the 1992 Los Angeles Riots, we argue that rioting always means to act bodily and at the same time to articulate yourself symbolically in public. Rioting addresses bystanders in situ as well as a wider political public present via diverse media. We understand the violent behaviour itself as a discursive media practice. It can only fully be captured, if one considers the language used to describe and interpret it, as well as the meaning contained in conventionalized bodily expressions such as poses and moves learned from sports and other fields of cultural performance in visual culture. By scrutinizing these para-discursive articulations of rioters, it can be better understood how and why they perform as they do. With the help of the model of a “moral economy” we show that rioters feel backed by a common sense made plausible by the improvised scenography of the riot and the collectively produced emotional drive. The violent improvisation is not completely free, but builds on the iconographic knowledge people bring into the setting from their cultural socialization into visual and media culture. We concentrate on examples of kneeling and triumphing postures. Conceptualizing actions as ordered by frames and visual repertoire, it becomes possible to integrate body movement into Critical Discourse Analysis.

Key Words

moral economy; body in discourse; discourse analysis; race riot; cultural studies