Posts filed under 'Innovation'
Trendtagvideos
hier finden sich die Videos der Key Speaker vom diesjährigen Trendtag des Trendbüros Hamburg. Auch mit einem Vortrag von Florida über die Creative Class. Erspart das Lesen dieses Buches.
Add comment Juni 5, 2008
The Inventor Myth
Malcolm Gladwell bringt ein neues Buch heraus, Tenor ist, dass Ideen in der Luft liegen und weit gewöhnlicher sind als erwartet. Sie liegen in der Luft (Vorabdruck im New Yorker vom 12. Mai 2008). Große Erfindungen wurden meistens von mehreren Zeitgleich an anderen Orten gemacht, dafür gibt aber auch schon Ogburn. Gladwell favorisiert offensichtlich Innovationen durch intelligente Expertenrunden die gemeinsam an einem Ziel arbeiten aber unterschiedlichste Hintergründe und Kenntnisse haben. Ich bin nach dem Tipping Point schon gespannt auf dieses neue Buch, das ja auch gut zu meinem Masterthema passt. Naja, jedenfalls räumt Gladwell mit dem Mythos vom Erfinder-Genie gründlich auf.
Add comment Mai 19, 2008
Innovation in Gemeinschaft
Hier eine Zusammenfassung meiner Argumentation für die Bachelorarbeit. Für alle, die immer wieder fragen, worüber ich schreibe. Da ich mich in einer Arbeitsphase befinde sind Anregungen und Ideen sowie Kritik willkommen.
Kulturelle Motive, Rahmen und Hintergründe von Innovationen durch Endverbraucher
Die innovativen Aktivitäten von Endkunden verstehen und durch die Führung von Kunden-Netzwerken wertschöpfend nutzen.
Unternehmen öffnen sich zunehmend nach außen. Das mentale Modell des geschlossenen Unternehmens, das alles unter einem Dach zusammenbringt, befindet sich im Wandel. Outsourcing, Supply Chains und Stakeholderdialoge sind Anzeichen dafür. Im Rahmen dieses Prozesses werden Kunden verstärkt in die Produktinnovation einbezogen. Dabei geht die Art der Kundenintegration weit über Bedürfnisabfrage hinaus. Mehr und mehr erkennen Unternehmen, dass Kunden einen wichtigen Beitrag zur Innovationsfähigkeit eines Unternehmens leisten können. Angesichts von Flopraten zwischen vierzig und achtzig Prozent bei Produktneueinführungen ist das Versprechen einer höheren Marktakzeptanz der Schlüsselanreiz. Und das obwohl Managementprozesse verkompliziert werden und somit zusätzliche Kosten entstehen.
Im Investitionsgüterbereich ist die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden bereits als Erfolgsfaktor akzeptiert. Trotzdem will es nicht recht gelingen ähnliche Mechanismen im B-2-C Bereich aufzubauen. Gängige Gegenargumente sind die Unfähigkeit der Verbraucher ihre Bedürfnisse explizit zu artikulieren, ihre allenfalls lineare Extrapolationsfähigkeit und ihre mangelnde Kenntnis der Technologien. Ungeachtet der starken Vorbehalte auf Seiten vieler Unternehmen wird aber auch hier der Kunde schon erfolgreich mit einbezogen, wie das Beispiel LEGO beweist. Die Beispiele dafür nehmen rasant zu.
Eine Barriere stellt das verbreitete Verständnis des Konsumenten als reinen Verbraucher dar. Legt man allerdings eine andere Betrachtungsweise zugrunde, dann wird schnell offensichtlich, dass der Verbraucher nicht passiv ist, sondern viel eher ein Prosument (Produzent und Konsument vereint). Das Aufkommen von Brand Communities, der Open Source Bewegung mit ihrer Hacker Culture und einer veränderten Arbeitsethik, der Do-it-yourself-Industrie und Crowdsourcing sowie massenhafter Produktumnutzung zeigen Potenziale auf. Der Konsument wird von sich aus aktiv. Zentrale Bedeutung kommt dabei dem Nutzungsprozess und den Handlungspraxen zu. Die Konsumenten sind nicht die einzigen, die eine Rolle spielen, vielmehr ist der Prozess in einem Netzwerk aus Akteuren und Aktanden eingebettet. Die Eigenschaften eines Produktes werden relevant.
Die Arbeit untersucht, was Kunden dazu motiviert ihr Wissen anderen frei zur Verfügung zu stellen. Zudem interessiert die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen es wahrscheinlich wird, dass Prosumenten wertschöpfend aktiv werden. Schließlich werden gesellschaftliche Veränderungen berücksichtigt, die diesen Trend begründen und die es zu verstehen gilt, um ihn nutzbringend zu managen. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema vereint und Begriffe re-formuliert, denn ohne Begriffe bleibt jeder Blick unscharf. Aus dieser Menge von Sichtweisen und Ansätzen werden Folgerungen abgeleitet, wie diese (neue) Art der Kundenaktivitäten in das Unternehmen eingebunden werden können. Hier geht es um Vorteile, förderliche und hemmende Faktoren, aber auch mögliche Probleme und Gefahren, die es zu berücksichtigen gilt.
Ziel ist es angesichts einer trendigen Entwicklung die Potenziale auszuloten, sie zu bewerten und darauf beruhend Möglichkeiten zur Handhabung zu entwickeln.
Add comment November 22, 2006