Posts filed under 'Uni'

Privatheit als Währung im Web 2.0

Privatheit als Währung des Web 2.0: Private Informationen im Internet aus Sicht von Nutzern und Unternehmen. HMS lädt zu medienökonomischem Labor ein

Ohne persönliche Informationen von sich preiszugeben, geht im Web 2.0 fast nichts. Immer öfter stellt sich die Frage, ob das Publikum von Social Networking Sites oder anderen Web 2.0-Diensten keinen Wert auf den Schutz der eigenen Privatsphäre legt?

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Add comment Juni 12, 2008

Trendtagvideos

hier finden sich die Videos der Key Speaker vom diesjährigen Trendtag des Trendbüros Hamburg. Auch mit einem Vortrag von Florida über die Creative Class. Erspart das Lesen dieses Buches.

Add comment Juni 5, 2008

Grün, Grün, Grün, ist alles was ich habe

Hier eine kleine Trendzusammenfassung mit vielen hübschen und interessanten Bildern und Links. Grün von der Rückblende bis heute. Kann grün mehr sein als eine Farbe? Klares Ja!

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Add comment Juni 5, 2008

The Inventor Myth

Malcolm Gladwell bringt ein neues Buch heraus, Tenor ist, dass Ideen in der Luft liegen und weit gewöhnlicher sind als erwartet. Sie liegen in der Luft (Vorabdruck im New Yorker vom 12. Mai 2008). Große Erfindungen wurden meistens von mehreren Zeitgleich an anderen Orten gemacht, dafür gibt aber auch schon Ogburn. Gladwell favorisiert offensichtlich Innovationen durch intelligente Expertenrunden die gemeinsam an einem Ziel arbeiten aber unterschiedlichste Hintergründe und Kenntnisse haben. Ich bin nach dem Tipping Point schon gespannt auf dieses neue Buch, das ja auch gut zu meinem Masterthema passt. Naja, jedenfalls räumt Gladwell mit dem Mythos vom Erfinder-Genie gründlich auf.

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Add comment Mai 19, 2008

Nimmerland Rede

23.4.2006, Magdeburg, Forum Gestaltung, Projekt des KanTe e.V.
(es gilt das gesprochene Wort)

Gibt es so etwas wie den Geschmack der Kindheit? Den Geruch? Das Gefühl?

Wann habt ihr das letzte Mal das Gefühl gehabt wirklich Zeit zu haben? Frei? Und das Gefühl, dass eine Woche sehr lange dauert und ein Jahr eine Ewigkeit, wie lange ist das her? Solche Art von Freiheit ist charakteristisch für das Lebensgefühl während der Kindheit.
Kindheit positiv gesehen, das sind neben Spielen: Emotionalität, Freiheit, Unbeschwertheit, Erlebnis, Nicht-festgelegt sein, das Neue und unendliche Möglichkeiten.
Kinder haben eine eigene Weltsicht, eigene Vorstellungen. Ein gutes Beispiel dafür ist meiner Meinung nach das Buch „Petruschkas Lackschuhe“: Rote Beete abgießen. Jetzt sind sie tot, jetzt esse ich die nicht mehr.
Es ist irgendwie spannend, anziehend und irgendwie auch sexy Kind zu sein und das insbesondere für unsere Generation. Junge Studentinnen tragen Hello Kitty Taschen, Kirschen auf T Shirts, Ohrringen und Schuhen sieht man auf jeder Indie Party. Männer können sich nicht von Spielekonsolen mit Mario-Kart und Co. trennen. Bei ihnen äußert sich Kindlichkeit eher in handwerklicher Richtung: Autos, Autorennbahnen, Modelleisenbahnen und so weiter.
Die Band Jet singt: „Can you please give me one more childhood?” Bei Adam Green heißt es “i had a midchildhood crisis“. Die Midlife Crisis wird abgelöst oder bekommt zumindest einen Vorläufer.

Wie lässt sich dieses Verhalten verstehen? Woher kommt es? Was macht es mit uns? Was machen wir damit?

Im Grund lässt sich das zweigeteilt sehen: Freies Denken mit der Offenheit eines kindlichen Geistes – dafür steht Einstein – oder Flucht vor Verantwortung- dafür steht der Typ Viva-Moderatorin. Eigenständigkeit und Verantwortung einerseits – Kindheit andererseits – geht diese Gleichung auf?

Über Symbole wie Hello Kitty Taschen und das Spielen von Autorennen lassen sich zwei Einstellungen parallel ausdrücken. Die Substanz dahinter ist nicht eindeutig. Wenn die Verwendung von Kindheits- und Jugendmuster in der Erwachsenenwelt reflektiert wird, dann kann es gut sein, dass sich dahinter geistige Offenheit verbirgt. Genauso kann es sich aber um Konsum handeln. Konsum, der ausdrückt, dass man nicht erwachsen werden will. Das ist der Versuch sich der Verantwortung des Erwachsenwerdens zu entziehen. Lieber richtet man sich im behüteten, bekannten Kinderzimmer ein, als mit wachen Augen und großen Schritten die unbekannten und für einen selbst unerforschten Gefilde der Erwachsenenwelt konstruktiv und reflexiv zu erkunden und für sich in Anspruch zu nehmen. Aber was spricht dagegen einen mit Teddy und Modelleisenbahn gepackten Koffer mit auf diese Reise zu nehmen? Und hier schlagen wir die Brücke zwischen Kindheit und Erwachsensein.

Kindheit und Jugendausdruck zu nutzen kann helfen, sich den stetig komplexer werdenden Anforderungen des modernen Lebens zu stellen. Kindheitsräume schaffen Entlastungsmomente indem sie ein Forum kreieren, das frei von gesellschaftlich institutionalisierten Erwartungen ist.

Kindheitserinnerungen haben das Potential der Kit zwischen fragmentierten Identitätsteilen zu sein. Erst wenn ich verstehe, wer ich war, kann ich sagen wer ich bin und werden möchte. Wir besitzen ein gewaltiges Repertoire an Erfahrungen. Festmachen können wir diese Erfahrungen beispielsweise an den Geschichten, die wir mit Biene Maja oder der Carrera Bahn verbinden. Daran anknüpfend lassen sich gerichtete Entwicklungslinien für die Zukunft entwerfen. Sie ermöglichen eine reflektierte Entwicklung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das Vorbild des starken Mädchens aus Pippi Langstrumpf ist durchaus bei vielen jungen Frauen präsent geblieben und bildet eine Orientierungslinie für zukünftige Frauenrollen.

Solche Erinnerungen prägen im Idealfall positive Muster, wie wir mit Freiheit, Selbstständigkeit und Neuem umgehen. Sie können uns Vorbild sein eine Gemeinschaft zu knüpfen, wie in Disneys Gummibärenbande. Genauso können Erinnerungen aber belasten, zu viel sein.

Man sollte Aufpassen, dass man sich nicht wie die Raupe Nimmersatt voll frisst. Der ist es nicht gut bekommen von allem immer mehr zu essen. Man sollte wissen, wann es genug ist. Das Phänomen darf eben kein auf Dauer gestelltes Zurückholen der Kindheit sein, sondern ein Erinnern, ein wieder-holen und neu verwenden, in den aktuellen Lebenskontext produktives Einbetten. Dann wird aus dem Nimmerland keine unendliche Geschichte, die vergessen hervorruft, sondern eine, die immer weiter gesponnen wird und fortgeführt.
Erich Kästner hat einmal gesagt: „Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, bleibt ein Mensch.“ Oder anders: „Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso.“

Add comment September 30, 2007

Markentheorie

Wenn ich Ideen zu Markentheorien habe klingt das nicht so wie bei Esch oder Aaker, sondern ungefähr so: Markenmanagement ist Verhaltensführung. Die Idee beruht auf einem Artikel aus der W&V mit Sloterdjik, in dem er Marken auf Fetisch und christliche Ideengeschichte zurückführt, auf Marx und Freuds Fetischismustheorien, sowie auf dem Pastoratsabschnitt aus Foucaults Gouvernementalität I, in dem er das Christentum als Seelen- und Verhaltenführung darstellt. Cultural Hacking (Liebl, Düllo) wäre dann entsprechend eine Verhaltensrevolte gegen diese Machtform, es wären Widerstände. Also Macht und Gegenmacht bei Marken.

Add comment Juni 6, 2007

Geist ist Geil

Eine Kampagne mit Geist für Geisteswissenschaften und mit meiner Vorliebe für etwas Guerilla in der Kommunikation. Einfach zugeistreich.de!

Add comment März 30, 2007

K Literaturliste

Ich habe bei Amazon eine Literaturliste zusammengestellt zu Kulturwissenschaft – wer mag kann sie sich mal anschauen und weitere Literaturvorschläge in meinen Kommentar hier reinsetzen. Den Link zur Liste findet ihr rechts unter Linke. So, jetzt ab ins Bett, da krank und morgen eine weite Reise nach Friedrichshafen zur Zeppelin University. Zwei Tage Auswahlgespräche. Juhu! Parazetamol lebe hoch!

1 comment November 22, 2006

Innovation in Gemeinschaft

Hier eine Zusammenfassung meiner Argumentation für die Bachelorarbeit. Für alle, die immer wieder fragen, worüber ich schreibe. Da ich mich in einer Arbeitsphase befinde sind Anregungen und Ideen sowie Kritik willkommen.

Kulturelle Motive, Rahmen und Hintergründe von Innovationen durch Endverbraucher

Die innovativen Aktivitäten von Endkunden verstehen und durch die Führung von Kunden-Netzwerken wertschöpfend nutzen.

Unternehmen öffnen sich zunehmend nach außen. Das mentale Modell des geschlossenen Unternehmens, das alles unter einem Dach zusammenbringt, befindet sich im Wandel. Outsourcing, Supply Chains und Stakeholderdialoge sind Anzeichen dafür. Im Rahmen dieses Prozesses werden Kunden verstärkt in die Produktinnovation einbezogen. Dabei geht die Art der Kundenintegration weit über Bedürfnisabfrage hinaus. Mehr und mehr erkennen Unternehmen, dass Kunden einen wichtigen Beitrag zur Innovationsfähigkeit eines Unternehmens leisten können. Angesichts von Flopraten zwischen vierzig und achtzig Prozent bei Produktneueinführungen ist das Versprechen einer höheren Marktakzeptanz der Schlüsselanreiz. Und das obwohl Managementprozesse verkompliziert werden und somit zusätzliche Kosten entstehen.
Im Investitionsgüterbereich ist die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden bereits als Erfolgsfaktor akzeptiert. Trotzdem will es nicht recht gelingen ähnliche Mechanismen im B-2-C Bereich aufzubauen. Gängige Gegenargumente sind die Unfähigkeit der Verbraucher ihre Bedürfnisse explizit zu artikulieren, ihre allenfalls lineare Extrapolationsfähigkeit und ihre mangelnde Kenntnis der Technologien. Ungeachtet der starken Vorbehalte auf Seiten vieler Unternehmen wird aber auch hier der Kunde schon erfolgreich mit einbezogen, wie das Beispiel LEGO beweist. Die Beispiele dafür nehmen rasant zu.
Eine Barriere stellt das verbreitete Verständnis des Konsumenten als reinen Verbraucher dar. Legt man allerdings eine andere Betrachtungsweise zugrunde, dann wird schnell offensichtlich, dass der Verbraucher nicht passiv ist, sondern viel eher ein Prosument (Produzent und Konsument vereint). Das Aufkommen von Brand Communities, der Open Source Bewegung mit ihrer Hacker Culture und einer veränderten Arbeitsethik, der Do-it-yourself-Industrie und Crowdsourcing sowie massenhafter Produktumnutzung zeigen Potenziale auf. Der Konsument wird von sich aus aktiv. Zentrale Bedeutung kommt dabei dem Nutzungsprozess und den Handlungspraxen zu. Die Konsumenten sind nicht die einzigen, die eine Rolle spielen, vielmehr ist der Prozess in einem Netzwerk aus Akteuren und Aktanden eingebettet. Die Eigenschaften eines Produktes werden relevant.
Die Arbeit untersucht, was Kunden dazu motiviert ihr Wissen anderen frei zur Verfügung zu stellen. Zudem interessiert die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen es wahrscheinlich wird, dass Prosumenten wertschöpfend aktiv werden. Schließlich werden gesellschaftliche Veränderungen berücksichtigt, die diesen Trend begründen und die es zu verstehen gilt, um ihn nutzbringend zu managen. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema vereint und Begriffe re-formuliert, denn ohne Begriffe bleibt jeder Blick unscharf. Aus dieser Menge von Sichtweisen und Ansätzen werden Folgerungen abgeleitet, wie diese (neue) Art der Kundenaktivitäten in das Unternehmen eingebunden werden können. Hier geht es um Vorteile, förderliche und hemmende Faktoren, aber auch mögliche Probleme und Gefahren, die es zu berücksichtigen gilt.
Ziel ist es angesichts einer trendigen Entwicklung die Potenziale auszuloten, sie zu bewerten und darauf beruhend Möglichkeiten zur Handhabung zu entwickeln.

Add comment November 22, 2006

Eine Gemeinsamkeit von Tofu, Dickmanns und Bananen

Hallo allerseits. Ich dachte ich beginne mit etwas skurrilem. So für nen interessanten und befremdlichen Anfang.

Erstes Semester Kulturwissenschaft: Kultur des Essens. Weibliche Speisen, männliche Speisen, das Muster unseres Essens (A+2b, d.h. Fleisch und 2 Beilagen) nach Karmasin. Und dann war da letztens so ein Gespräch, dass mir ein paar Dinge wieder ins Gedächtnis rief…

Links, das ist Tofu (fast! geschmackloser Fleischersatz für fleischvermissende Vegetarier oder Omas die denken Vegetarier müssten auch Fleisch essen und ähnliche Menschen). Tofu hat eine Freundin (super – glücklicherweise trifft das gerade auf gut 30 Personen zu) von mir letztens gekocht. Die Reste standen dann allerdings länger im Kühlschrank und sie musste sie entsorgen – etwas sehr glibschig und verschimmelt. Ihr Kommentar: „Bei dem Geschmack von Tofu muss ich immer an etwas anderes aus Eiweiß denken, das schmeckt genauso. Jetzt weiß ich, wie es verschimmelt riechen würde.“ Und da sage noch einmal jemand Männer würden ständig an Sex denken. Ha!

Das Bild ist dafür aber auch hervorragend. Das ist vielleicht eine Pampe! Auf der Seite bei flickr stand ein Rezept: 3-7 Tage stehen lassen. Pfui pharao!

Wenig später kam das mit den Dickmanns (politisch korrekt und ohne Schleichwerbung Schokoschaumküsse) dazu. Hap’s! Komplett in Mund. Sorry – aber nach dem vorherigen Kommentar von ihr… Weiß und Eiweiß und wie der Essprozess wirkt. Mund weit auf und möglichst viel rein. Die Symbolik ist auch klar, oder? Aus meiner Perspektive sehr viel deutlicher der Bezug – aber ich hab das andere noch nicht ausprobiert…

Dazu links das passende Bild – super oder? Die Werbung unterstreicht die Funktion der Speise hervorragend. Der dicke Meter. Lieber Peter, das sind niemals 20 cm! Leider nicht unter einer CC-Lizenz erschienen ist ein Bild, dass man unter Google Bildersuche findet mit einer englischen Werbung: „A party in your mouth“ und weiter „Loaded with creme filling“. Fixierung kultureller Muster in Speisen.

Das gesamte erinnerte mich an eine (andere) Freundin, die meinte sie würde in der Öffentlichkeit keine Banane essen – weil sie das sexuell degradierend finden würde. Es geht nicht nur um das eine. Okay, das war gelogen. Die Banane ist die natürliche Version. Aber erinnert sich irgendwer noch an Magnum Werbung? Manchmal muss man eben Prioritäten setzen. Wenn kein Kondom drin ist, dann eben anders.

Akustisch ungenießbar ist auch der Ärzte Song mit der Freundin, die eine Banane schält und dem sabbernden Typen. Aber an dieser Stelle sollte ich nicht von Niveau reden.

Die Frage die ich mir gestellt habe: Welche Speisen und inwieweit haben sexuelle Symboliken? Mir fällt gerade noch Freixenet Werbung mit dem Eiswürfel und der Sektflasche ein. Und die Bierwerbung (welche Marke?) mit der Französin: „Das prickelt so schön in die Bauchnabel.“

Ich hab immer geahnt, dass das Lesen von 8 Büchern in einer Woche das Hirn breiig macht… Aber trotz des delikaten Themas: Kann man das Kategorisieren?
„Besonders interessante Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn Erotik nicht über die Darstellung von entblößten Körpern vermittelt wird, sondern über die Darstellung einer Situation, die vom rezipienten als erotisch, und zwar als „gewagt“, interpretiert wird. Darstellungen, die am ehesten die Darstellungskonventionen verletzen, finden sich wieder zumeist im Bereich von elitären Produkten, wie Parfüms, die ihren Rang gerade dadurch dokumentieren können, dass sie abweichendes Verhalten zeigen. Sehr oft wird eine Parallele zwischen erotischem und kulinarischem Genuss aufgebaut.“ (Karmasin: Produkte als Botschaften 80)

Jemand eine Idee für eine Semiotik der erotischen Speisen?

Nachtrag: Duplo, die längste Praline der Welt

2 comments November 18, 2006


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