Cultural Turns
Der Abschnitt aus einem größeren Forschungsprojekt analysiert am Beispiel von Doris Bachmann-Medicks Cultural Turns die aktuelle Diskussion um den Status der Kulturwissenschaften als (inter-) disziplinäre Wissenschaft.
Understanding Communities through ethnographic research
Interessantes Interview zu ethnographischer Forschung bei Gemeinschaften und dem Umgang mit Technologie mit Tricia Wang.
Terminfindung für Wissenschaftler
Als Alternative zu Doodle.ch gibt es jetzt für Wissenschaftler nun den DFN Terminplaner für alle, die Angst vor Datensammlungen oder -auswertungen haben. Das Tool bietet wesentlich die gleichen Möglichkeiten wie Doodle, um gemeinsam in einer Gruppe einfach einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben.
Blogs als neue Form wissenschaftlicher Auseinandersetzung?
Sind Blogs ein geeignetes Medium für den wissenschaftlichen Diskurs? Informationen finden sich auf dem Kulturknoten.
Kulturmanagement: Wie sich Kontakte auszahlen
Ein Beitrag im Rahmen der 18. NPO-Blogparade unter der Fragestellung: Wie kann es gelingen, dass sich Freunde, Fans und Follower für uns auszahlen?
Damit sich etwas aus-zahlt muss man wohl zunächst etwas einzahlen. Die Erwartung, dies passiere generell, jeder würde irgendwie gerne überall etwas beitragen wollen erschient vor diesem Hintergrund absurd. Die Frage, was man ausgezahlt haben will sollte wohl gestellt werden, bevor man sich überlegt was man wo in wen einzahlt. Ein soziales Netzwerk kann hier durchaus ein Investment sein.
Der 18. Brumaire und Hartz IV
Eine Überlegungen und ein Versuch der Übertragung von aktuell zur Kenntnis genommener Literatur, im Anschluss an den von Rainer Winter auf einer Tagung geäußerten Vorschlag, man solle für Cultural Studies doch Gramsci lesen. Hier also ausgehend von einem langen Zitat von Marx Überlegungen zum aktuellen Status der Arbeitslosenverwaltung in Deutschland. Demnach auch der Versuch, wie weit Marx trägt für eine Analyse (obwohl kulturtheoretisch betrachtet der Dualismus von Produktion und Überbau unterkomplex ist).
1852 veröffentlicht Marx über den Zustand der französischen Parzellenbauern folgenden Abschnitt in einem längeren Text über die Februarrevolution von 1848:
Einführungen in die Kulturwissenschaft 1995-2010
Nach der Diskussion um Geistes- und/oder Kulturwissenschaften setzt eine Diskussion um die Disziplinierung der Kulturwissenschaft ein, in den Literaturwissenschaft(en) wird eine Erweiterung diskutiert, auch in anderen Disziplinen wird Kulturtheorie integriert, bis hin zur soziologische Systemtheorie Luhmanns.
In der Tabelle finden sich Autoren bzw. Herausgeber, Kurztitel, Auflage und Jahreszahl übersichtlich angeordnet, was ein Nachvollziehen der Diskussion um den Kulturbegriff erleichtert.
Ein Plädoyer für die Nicht-Fatalität der Dinge in der Kultur
Wie die Konsumkultur Tragik und Unbehagen in der Kultur überwindet
1. Einleitung
Schönheit als Bewertungskategorie gilt nur noch bei Waren und Gebrauchsgegenständen, nicht mehr im Feld der Kunst. Kultur hat Geschmack als Vergleichskategorie abgelöst (Luhmann 1995: 34). Ullrich (2006: 23) stellt heraus, dass Waren inzwischen nach denselben Kategorien bewertet werden wie Kunst. Dieser Übergang zwischen Kunst und Ware wird spätestens mit den Popart-Kunstwerken Andy Warhols deutlich. Auf der Seite der Waren sind es zuvorderst die Marken, welche Leuchttürme der Bedeutung darstellen (Hellmann 2003: 11). Nicht mehr nur Kunst ist damit Avantgarde und Seismograph der Gesellschaft, sondern auch Marktforschung (Hellmann 2003: 377-416; Ullrich 2006: 119-177). Angesichts einer Akkumulation von materieller Kultur gewinnen die Dinge um uns für sozialen Wandel an Bedeutung (Ogburns 1964: 73).
Eine Kritik kultureller Umnutzung
Von der Taktik zur Strategie – vom Konsumenten zum Produzenten: Cultural Hacking.
Die Düllo und Liebl schlagen vor, mit Michel de Certeau und in der Tradition der Situationistischen Internationale und Surrealisten, Strategien der Gegenwartskultur, besonders in den Feldern Pop, Kunst und Werbung, als Cultural Hacking zu entziffern. Der 2005 entstandene Beitrag nimmt kritisch zur Cultural-Hacking-These Stellung und gibt Beispiele für Umnutzungen.
„There’s nothing that’s new under heaven; there’s nothing unique over hell. There’s nothing that’s new under heaven – there is nothing that hasn’t been done. Pour me another double cliché; you can’t write a song that’s never been sung.“ (Chumbawamba)
Medienkultur zwischen Hegemonie und Alltag
Einleitung
Medien kommt eine bedeutende Rolle in der (Re-)Produktion unserer Kultur zu. Ich argumentiere, dass Macht in der Medienkultur zwischen hegemoniellen Einflüssen der Medien einerseits und eigenständigen und abweichenden Nutzungsformen im Alltag andererseits ausgehandelt wird.
Ausgehend von einer kurzen Einführung zum Begriff der Medienkultur werde ich drei Thesen aufstellen und jeweils belegen. Erstens: Medien sind Agenten der Reproduktion gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Sie führen als solche zu einer pathologischen Überintegration. Zweitens: Einen durch Medien hergestellten gemeinsamen öffentlichen ‚Konsens’ gibt es nicht. Und drittens: Rezipienten sind nicht passive Empfänger, sondern aktiv, befinden sich aber bei der Interpretation in einer Unterordnung zu Machtinhabern und Medieninstitutionen.